Wer rechnet, sagt Ja zu AHVplus

Am 25. September stimmen wir über eine Vorlage ab, bei der man im Nachgang nicht über die Auslegung streiten muss. Die Volksinitiative «AHVplus» ist glasklar – und jede Stimmbürgerin und jeder Stimmbürger kann leicht herausfinden, wie er oder sie von einem Ja profitiert.

• Junge Berufstätige: Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Lohnabzüge für die Pensionskassen immer mehr steigen, die versprochenen Leistungen jedoch sinken. Für junge Berufstätige, die ihren Lebensunterhalt mit schlechtbezahlten Praktika oder Nebenjobs bestreiten, fehlt so ein erheblicher Betrag im Portemonnaie.

Die AHV ist anders aufgebaut und bietet mehr Rentensicherheit: hier sind die Lohnbeiträge seit 40 Jahren gleich hoch: Arbeitnehmende und Arbeitgebende bezahlen je 4,2% an die AHV und erhalten bei Eintritt des Rentenalters – ob reich oder arm – monatlich zwischen 1175 und 2350 Franken. Mit AHVplus wird der monatliche Abzug nur minimal steigen (0,4%), der spätere Nutzen jedoch um 10% höher sein.

Ein konkretes Beispiel: Ein Ehepaar (beide 36), er Zugbegleiter und sie Floristin (50%-Pensum) mit 2 Kindern werden mit AHVplus eine jährlich um 4380 Franken höhere Rente erhalten. Dafür müssen sie pro Jahr gerade mal 480 Franken mehr Lohnbeiträge bezahlen. Wollte die Familie dieses Rentenplus via 3. Säule finanzieren, müssten sie jährlich zusätzlich 2600 Franken auf ein Rentenkonto einzahlen. Die AHV hat ein unschlagbar günstiges Preis-Leistungsverhältnis. Stärken wir die AHV, unterstützen wir die Jungen in Ausbildung.

• Frauen: Im Schnitt sind die Renten der Frauen in der Schweiz 37 Prozent niedriger als jene der Männer. Das sind fast 20‘000 Franken jährlich. Verantwortlich für diese Lücke sind die Pensionskassen, hier liegt die Differenz bei 63 Prozent. Bei der AHV liegt der Unterschied zwischen Männer- und Frauenrenten bei vergleichsweise bescheidenen 3 Prozent. Das rührt daher, dass bei der AHV ein effizienter Ausgleichsmechanismus für Fairness zwischen den Geschlechtern sorgt. Stärken wir also die AHV, treiben wir gleichzeitig die Gleichberechtigung der Geschlechter voran.

• Rentnerinnen und Rentner: Für zwei Drittel der Rentnerinnen und Rentner ist die AHV die wichtigste Einnahmequelle im Alter. Nächstes Jahr gibt es bei den AHV-Renten zum ersten Mal seit 38 Jahren eine Nullrunde. Da gerät manches Rentnerbudget definitiv aus den Fugen, wenn alleine die Krankenkassenprämien durchschnittlich um 5 Prozent steigen. Ein weiterer Vorteil der AHV: Mit den AHV-Renten wird nicht spekuliert, darum sind sie verlässlich.

Fazit: Von der AHVplus-Initiative profitieren 95 Prozent der Menschen in diesem Land – und zwar alle Generationen. Sie ist vernünftig und problemlos finanzierbar, indem jede und jeder bescheidene 0,4% mehr bezahlt. Stärken wir am 25. September das wichtigste Schweizer Sozialwerk und sagen Ja zu AHVplus.

Artikel publiziert in der Aargauer Zeitung vom 17.8.2016

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