Startseite / Medien / Communiqués / 2010 / Bündnis „Für den Schutz vor Waffengewalt“ startet Abstimmungskampagne

Bündnis „Für den Schutz vor Waffengewalt“ startet Abstimmungskampagne

Exakt zwei Monate vor der Abstimmung lanciert heute ein breites Bündnis den Abstimmungskampf für die Waffenschutz-Initiative und damit für Suizid- und Gewaltprävention. Die Allianz aus über 70 Parteien, Frauenverbänden, Ärztevereinigungen, Kirchen, Polizeiverbänden, Friedensorganisationen und Gewerkschaften umfasst mehr als eine Million Mitglieder und steht klar hinter der Eidgenössischen Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“, über welche Volk und Stände am 13. Februar 2011 entscheiden. Denn: Jedes Jahr kommen in der Schweiz rund 300 Menschen durch Schusswaffen ums Leben. Das sind 300 zu viel.

Armeewaffen ins Zeughaus
  Die grosse Mehrheit der Schusswaffen in der Schweiz sind  Armeewaffen. Das Sturmgewehr im Kleiderschrank ist jedoch ein Relikt aus dem Kalten Krieg, das keinerlei militärischen Nutzen mehr hat. Die Volksinitiative „Für den Schutz vor Waffengewalt“ sorgt dafür, dass die Armeewaffen endlich sicher im Zeughaus weggeschlossen werden.

Weniger Suizide und häusliche Gewalt
  In jedem dritten Schweizer Haushalt befindet sich heute mindestens eine Schusswaffe, 2.3 Millionen im ganzen Land. Zahlreiche Studien belegen: Je mehr Schusswaffen im Umlauf sind, desto öfter kommt es im Affekt zu Morden und Suiziden. Weniger Waffen bedeuten mehr Sicherheit, tödliche Kurzschlusshandlungen können verhindert werden.

Zentrales Waffenregister hilft bei Verbrechensaufklärung
  Die Initiative fordert die Einführung eines zentralen Waffenregisters. Dieses erleichtert der Polizei die Arbeit. Beamtinnen und Beamten wissen inskünftig, was auf sie zukommt, wenn sie bei häuslicher Gewalt einschreiten müssen. Und wenn ein Verbrechen geschehen ist, hilft das Waffenregister bei der Aufklärung. In der Schweiz wird jedes Auto, jede Kuh und auch jeder Hund registriert. Da ist es nur logisch, auch Waffen, von denen ein besonderes Gefährdungspotenzial ausgeht, systematisch zu erfassen.

Wer eine Waffe braucht, darf sie behalten
  Die Initiative richtet sich explizit nicht gegen Sportschützen, Jäger und Sammler, die verantwortungsvoll mit ihren Schusswaffen umgehen. Wer eine Waffe braucht und die entsprechenden Fähigkeiten mitbringt, soll sie behalten dürfen. Auch das Feldschiessen und das „Obligatorische“ können problemlos weiterhin stattfinden.

Das breit abgestützte Bündnis „Für den Schutz vor Waffengewalt“ steht klar hinter der Waffenschutz-Initiative, über die Volk und Stände am 13. Februar befinden. Dank dieser Initiative wird die Sicherheit erhöht, Suizide können verhindert und die Prävention und die Aufklärung von Verbrechen deutlich verbessert werden. Die im Bündnis vertretenen politischen Parteien werden an einer eigenen Medienkonferenz im Januar 2011 ihre Argumente für die Waffenschutz-Initiative darlegen.

Mediendossier

Kommentare

Waffeninitiative

Leserbrief an AZ, Aargau:
Die Gegner der Waffeninitiative lebten noch nie unter einem Dach mit
einem depressiven und aggressiven Menschen zusammen.
Es gibt keine legalen Mittel, um ihn zur Abgabe seiner Dienstwaffe zu zwingen,
wohl aber Mitbewohner, die bei jedem Türknallen zusammenzucken und Waffennarren,
die "einzelne Vorfälle bedauern", bis es sie selber trifft.
Eine Annahme der Waffeninitiative wäre eine Erleichterung.

Mit dem Schutz vor Waffengewalt achten und schützen wir die Würde des Menschen

Dass ein strammer SVP Politiker wie der Glarner Ständerat This Jenny und zahlreiche weitere Bürgerliche klar Ja sagen zur Initiative für den Schutz vor Waffengewalt zeigt, dass es sich nicht um eine ideologische Frage handelt. Jenny stellt ganz einfach fest: „Das Gewehr zuhause nützt einfach nichts mehr“. Deshalb ist die Aufbewahrung des Sturmgewehrs in gesicherten Räumen der Armee vernünftig und der höhere Aufwand lohnt sich, denn die Liste von Missbrauchsfällen mit Armeewaffen ist lang. Wenn in Zukunft nur Leute Waffen besitzen können, die diese wirklich brauchen und damit verantwortungsvoll und gewissenhaft umgehen können, erhöht dies unsere Sicherheit. Berufsleute, bei denen sich das Waffentragen aus ihrer Aufgabe ergibt, konzessionierte Waffenhändler, erfahrene, aktive und fähige Schützen, Sportschützen, Jäger und Sammler können den Bedarf nachweisen und bringen die erforderlichen Fähigkeiten mit. Deswegen sind weder das Schiessen als Breitensport noch die Jagd gefährdet. Und Schweizer Werte werden schon gar keine zerstört – im Gegenteil: Mit dem Schutz vor Waffengewalt achten und schützen wir die Würde des Menschen – so wie es im Artikel 7 unserer Bundesverfassung steht!

Wo sind diese sicheren Räume und was kosten diese?

Guten Tag
Eine ganz einfache Frage: Wo sind diese sicheren Räume in denen die Waffen aufbewahrt werden sollten und was kosten diese?
Ist die SP bereit diese Kosten zu tragen?
Ich bin auch der Meinung das eine Schusswaffe zu Hause nichts zu tun hat, allerdings wird hier von der SP nur Schwarz / Weiss gemalt! Es gibt noch weitere Möglichkeiten die Schusswaffen - aus Armeebeständen - sicher machen würde!
Des weiteren hätte ich noch eine weitere Frage an die SP: Wenn von 300 Toten durch Schusswaffen gesprochen wird (pro Jahr) dann sollte, nur der vollständigkeit halber, auch davon gesprochen werden welche dieser Waffen vom Besitzer eingesetzt wurde!
Ich würde mich auf eine Antwort freuen.
Gruss
Hans Meier

Wer braucht zu Hause eine einsatzfähige Waffe?

Kleine Ergänzung zu meinem ersten Eintrag:
Welche Person braucht zu Hause eine einsatzfähige Waffe?
Ich finde den ganzen Text etwas Doppellzüngig! Auf der einen Seite wird Sportschützen ein Verantwortungsvollunger Umgang mit einer Schusswaffe zugestanden auf der anderen Seite kann dies ein Armeeangehöriger nicht?
Ein Armeeangehöriger hat eine Ausbildung auf der Schusswaffe, ein Sportschütze braucht keine Ausbildung Hinz und Kunz kann sich als Sportschütze ausgeben! Ich denke die Argumentation ist ewas fadenscheinig, oder nicht?
P.S. Auch kein Polizist braucht seine Waffe zu Hause, schliesslich handelt es sich hier klar um eine Dienstwaffe. Schliesslich nehme ich auch nicht jeden Abend den Computer mit nach Hause, obwohl dieser wesentlich weniger Schaden anrichten würde.

Schutz vor Waffengewalt

Was sind Armeewaffen im Sinne der Initianten? Sind das Waffen, welche von Diensttuenden (Angehörige der Armee) benützt werden oder sind das alle Waffen, welche je in der Armee waren, also auch von der Armee den ehem. Dienstpflichtigen abgegeben wurden?

Wollen Sie die für Handys optimierte Version der Website ansehen?