Geschäftsleitung der SP Schweiz fordert: Lehren und personelle Konsequenzen aus dem neuesten UBS-Debakel ziehen
Die Geschäftsleitung der SP Schweiz hat heute eine Diskussion über die neusten Ereignisse bei der Grossbank UBS geführt. Für die SP ist klar, dass ein grosser Handlungsbedarf nachgewiesen ist. Die UBS-Führung – namentlich CEO Oswald Grübel - scheint die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt zu haben. Nach wie vor herrscht die gleiche Arroganz und Masslosigkeit wie vor dem Bankendebakel 2008. Nachdem Oswald Grübel bereits kurz nach der Rettung durch den Staat wieder von Eigenkapitalrenditen von 20% träumte, danach mit allen Mitteln politisch Entscheide zur Zügelung systemrelevanter Banken torpedierte, offenbar weiter stark aufs Investmentbanking und den Eigenhandel setzt und zudem letzten Sonntag die geldpolitischen Entscheide der Nationalbank zu untergraben versuchte, braucht es endlich Konsequenzen.
Für die Geschäftsleitung der SP stehen folgende drei Massnahmen im Zentrum:
- Der hochriskante Eigenhandel ist für systemrelevante Banken zu verbieten. Die Öffentlichkeit läuft sonst Gefahr, Verluste aus solchen Geschäften tragen zu müssen.
- Das risikoreiche Investment-Banking soll für systemrelevante Banken untersagt werden. Die Geschäftsfelder sind so zu wählen, dass nicht einzelne Unternehmenszweige das ganze Institut in Schieflage bringen können und die Allgemeinheit am Schluss gerade stehen muss.
- An die Spitze der UBS gehören kooperative Persönlichkeiten. Selbstherrliche, arrogante und unverantwortliche Manager wie Oswald Grübel müssen endlich mit Personen ersetzt werden, welche Lehren aus der Finanzkrise 2008 gezogen haben und bereit sind ihre Verantwortung zu tragen und neben den Interessen des Unternehmens auch jene von Politik und Gesellschaft im Blickfeld haben.
Ausserdem verlangt die SP, dass seitens der UBS detailliert geklärt wird, wieweit der gestern bekannt gewordene Milliardenverlust der UBS im Zusammenhang mit den Nationalbank-Massnahmen zur Stabilisierung des Franken-Euro-Kurses steht. Gerüchten in London zu Folge gäbe es hier einen direkten Konnex. Falls sich erweisen sollte, dass die UBS auf den Franken und gegen die Schweiz gewettet hat, müsste Kaspar Villiger als UBS-Verwaltungsratspräsident umgehend die Verantwortung übernehmen und seine Konsequenzen ziehen.







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