26.02.2010

Gesundheitsretraite: SP diskutiert Massnahmen gegen den Personal-Mangel in der Pflege

Die SP Schweiz nimmt sich im Rahmen einer Auslegeordnung zur Schweizerischen Gesundheitspolitik dem Problem des Personalmangels im Pflegebereich an. Zusammen mit SP-GesundheitsdirektorInnen, Gesundheitsfachleuten und den Organisationen und Verbänden des Gesundheitswesens werden die vorhandenen Probleme erörtert. Die Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitssystems muss aus Sicht der SP klar verbessert werden. Ausserdem braucht es zusätzliche Finanzen für die Ausbildung, um das Gesundheitswesen nicht wegen Personalmangels zu schädigen. Ziel muss eine interkantonal harmonisierte und einheitlich finanzierte praktische Ausbildung sein, die auch die privaten Anbieter mit einschliesst.

„Die Schweiz steuert auf einen Pflegenotstand zu. Bereits heute fehlen in der Schweiz nahezu 5‘000 diplomierte Pflegefachleute.“, warnt SP-Vize-Präsidentin Jacqueline Fehr. „Der Bedarf ist offensichtlich: Bis 2020 werden wir in der Pflege bis zu 25 Prozent zusätzliches Personal brauchen. Massnahmen sind dringlich, wenn wir bedenken, dass heute in den Spitälern bereits zu einem Drittel Personen ausländischer Nationalität arbeiten.“

Um das Problem rasch und dauerhaft zu lösen, braucht es die Zusammenarbeit aller Beteiligter; auch der privaten Institutionen. Es muss rasch ein umfassender Massnahmenplan aufgestellt werden, der klar macht, wer welche Aufgabe zu übernehmen hat. Ferner müssen zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden – insbesondere für die Ausbildung der Spital-Pflegefachleute. In erster Linie stehen dabei die Kantone in der Pflicht. Alle Bemühungen müssen darauf hinauslaufen, eine interkantonal harmonisierte und einheitlich finanzierte praktische Ausbildung anzubieten, welche auch die privaten Anbieter mit einschliesst.

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