21.06.2010

Personalmangel im Gesundheitswesen: SP präsentiert Vorstosspaket

In allen Versorgungsbereichen des Gesundheitswesens in der Schweiz zeichnet sich immer deutlicher ein gravierender Personalmangel ab. Zunehmend wird es schwieriger oder unmöglich, freie Stellen mit qualifizierten Pflegefachkräften zu besetzen. Jährlich fehlen rund 5‘500 Berufsleute, um den akuten Personalmangel zu beseitigen. Die SP Schweiz will hier mit einer Bildungsoffensive und Investitionen in die Zukunft Gegensteuer geben, damit die Schweiz nicht zu einer Pflegewüste wird. Mit einem Vorstosspaket will die SP auf nationaler wie auf kantonaler Ebene die Voraussetzung schaffen, dass die Pflegeberufe attraktiver werden und die Pflege vermehrt zum Berufsziel wird.

Heute zehrt das schweizerische Gesundheitssystem in sämtlichen Bereichen von einem beträchtlichen Prozentsatz ausländischen Personals. Die Situation ist ernst: Die Schweiz als eines der reichsten Länder der Erde, erlaubt es sich, das Potenzial an Ärzten und Pflegepersonal anzuzapfen, das in unseren Nachbarländern ausgebildet wird. Sie löst damit eine äusserst ungesunde Kettenreaktion aus. Die Rechnung dafür müssen die ärmeren Länder begleichen.

Damit die Qualität der Pflege in Spitälern, in Alters- und Pflegeheimen  sowie im ambulanten Sektor garantiert werden kann, muss qualifiziertes Personal in genügend hoher Zahl vorhanden sein. Dies bedeutet, dass die Gesundheitsberufe attraktiver gemacht werden müssen. Es ist also notwendig, in die Aus- und Weiterbildung zu investieren.

Mit Vorstössen auf Bundes- und Kantonsebene will die SP die Voraussetzungen schaffen, damit die Berufe im Gesundheitswesen wieder attraktiver werden. Siehe www.sp-ps.ch/index.php?id=17&action=detail&uid=4737&L=0. Klar ist: nur mit einem Effort in die Bildung und Investitionen in die Zukunft kann der akute Mangel an Fachkräften in Medizin und Pflege endlich beseitigt werden.

Material
Dossier zur Medienkonferenz

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