Nein zur Ladenöffnungs-Zwängerei
Luzern, 10. Februar 2012
Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht
Die Sozialpartner des Detailhandels sowie weitere Arbeitnehmerverbände und Parteien haben heute über 3500 Unterschriften für das Referendum gegen die vom Kantonsrat beschlossenen Änderungen des Ruhetags- und Ladenschlussgesetzes eingereicht. Vonm längeren Öffnungszeiten profitieren vorab die grossen Unternehmen, während die Anliegen des Personals wie auch der KMU im Detailhandel ignoriert wurden. Die überwältigende Beteiligung von Ladenbesitzern und Personal in der Stadt wie auch auf dem Land führte dazu, dass noch nicht alle gesammelten Unterschriften beglaubigt werden konnten. Die restlichen noch eintreffenden Unterschriften werden am Ende der Sammelfrist nachgereicht.
Ladenbesitzer und Personal engagieren sich gemeinsam
Trotz Kälte und Feiertagen während der Sammelzeit sind viel mehr als die notwendigen 3000 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten zusammen gekommen. Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten beschleunigt das Verschwinden der kleinen Läden zugunsten der grossen Ketten“, sagt Markus Gehrig, Vorstandsmitglied des Detaillistenverband Luzern (DVL) und CVP-Kantonsrat. „Deshalb engagierten sich die Ladenbesitzer wie auch das
betroffene Verkaufspersonal gleichermassen gegen eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen.“ Auf Grund der überwältigend hohen Anzahl konnten bis heute noch nicht alle Unterschriften von den Gemeinden beglaubigt werden. Die restlichen Unterschriften werden zum Ende der Sammelfrist am 15. Februar nachgereicht.
Volkswille respektieren!
Die vielen gesammelten Unterschriften belegen klar, dass die geänderten Shoppingbedürfnisse nur für eine kleine Minderheit der Konsumenten gelten. „Die Luzerner Bevölkerung hat sich am 21. Mai 2006 klar gegen eine Totalliberalisierung und die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten vor Feiertagen ausgesprochen“, sagt Sebastian Dissler, Parteisekretär der SP Kanton Luzern. „Dass jetzt schon wieder über das gleiche abgestimmt werden muss, empfanden viele Passanten beim Sammeln auf der Strasse als Zwängerei.“ Die am Referendum beteiligten Organisationen (Detaillistenverband Kanton Luzern (DVL), Juso Kt. Luzern, Kaufmännischer Verband Luzern, Luzerner Gewerkschaftsbund, Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband, SP Kt. Luzern, Syna Luzern, Syndicom Luzern, Unia Luzern, vpod Luzern) verlangen dass dieser Volkswille respektiert wird. Zumal die geplante Ausweitung der Ladenöffnungszeiten als blosser Türöffner für weitere Liberalisierungsschritte oder der Totalliberalisierung angesehen werden muss.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
Markus Gehrig, Vorstandsmitglied DVL, Kantonsrat CVP, 041 210 12 17
Sebastian Dissler, Parteisekretär SP Kt. Luzern, 076 303 92 97
Marcel Budmiger, Geschäftsleiter Luzerner Gewerkschaftsbund, 078 757 99 78
