Leistungsausweis
Umweltschutz
Der Grosse Stadtrat einen Bericht zur Nachhaltigen Entwicklung der Stadt Luzern verabschiedet. Er wurde von der Sicherheitdirektion entwickelt. Künftig soll die Denkart der Nachhaltigen Entwicklung in die rollende Gesamtplanung einfliessen lassen und zwar so, dass es anhand Indikatoren messbar ist, ob dieser Nachhaltigkeit nachgelebt wird.
Bei Handlungsfeldern wie Bau und Verkehr ist es relativ leicht, nachzuzvollziehen, wie eine nachhaltige Entwicklung aussehen soll. Die Theorie muss aber in die Praxis umgesetzt werden und da wird es wohl noch viele Stolpersteine geben. Dass auch für Handlungsfelder wie Kultur und Sicherheit Akzente gesetzt werden und auch diese Bereiche bewusst auf ihre Nachhaltigkeit geprüft werden sollen, ist schon um einiges anspruchsvoller und es wird wohl noch einiges zu diskutieren geben im Parlament. Ich hoffe, dass wir dabei den Weg der pragmatischen kleinen Schritte gehen können und mit der sukzessiven Umsetzung die Parlamentarierinnen davon überzeugen können, dass unter dem Dach Nachhaltige Entwicklung eine kohärente, verlässliche Politik und eben nachhaltige Entwicklung entstehen kann.
Angeregt wurde ich auch vom Nachhaltigkeitsprojekt Unesco Biosphäre Entlebuch. Ich bin stolz darauf, dass uns ein Zusammenarbeitsprojekt gelungen ist. Anlässlich des internationalen Tages "Ohne mein Auto in die Stadt" haben wir die Mobilitätskette umgesetzt: Von der Marbachegg zum Highflyer beim Verkehrshaus und zurück. Die Energieregion Entlebuch und die Energiestadt Luzern profitieren von der Zusammenarbei, vielleicht gibt es künftig noch weiter gemeinsame Projekte?
Seit Jahren fand ein Tauziehen statt um die Umweltberatungs- und Informationsstelle öko-forum der Stadt Luzern. Da im kantonalen Gesetz geregelt ist, dass Beratung die Aufgabe von Kanton und Gemeinde ist, wurde seine Existenzberechtigung politisch immer wieder in Frage gestellt.Weder die Leistung noch die Qualität werden angezweifelt, hingegen wird die Leistung als freiwillig betrachtet. Die Stadt Luzern, das sei zugegeben, leistet in diesem Bereich im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden sehr viel – zu Recht wie ich meine, denn das Angebot ist niederschwellig und es gelingt immer wieder, Nachhaltigkeitsthemen in konkrete Aktionen umzuwandeln und der Einwohnerschaft nahe zu bringen. Alle diese Aktionen haben immer auch einen ökonomischen und sozialen Aspekt. Einige Gemeinden zahlen im Übrigen freiwillig einen Beitrag und können vom gesamten Programm – inkl. der schweizweit grössten Umweltmediothek der Stiftung SUMS – profitieren.
Das Parlament hat unterdessen das Weiterbestehen des öko-forum beschlossen, gleichzeitig mit einer weiteren Kürzung ab 2008. Wie sagt man doch: Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach!
Nach wie vor ist es leider nicht selbstverständlich, dass Umweltanliegen für eine nachhaltige Entwicklung gleichwertig sind wie die ökonomischen und sozialen Anliegen. Es ist noch nicht dass es in das Bewusststein des Hintersten und der Letzten gedrungen, dass die Bewahrung der Schöpfung, der sorgsame Umgang mit Ressourcen aktiv gelernt werden muss. Mit der Umsetzung einer ressourcenschonenenden Energiepolitik trägt die Stadt Luzern dazu bei. Eine gorsse Anzahl konkreter Projekte wurde umgesetzt: Solardach- und Minergeihausförderung, energiesparendes Fahren, Wassersparaktionen usw.. Das Umsetzen nachhaltigen Handelns ist ein sehr schwieriger Lerngang, ab auch einer, der Horizonte öffnet und eine Grundwertediskussion ermöglicht.






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