Der Bundesbeschluss Velo, als Gegenvorschlag zur Velo-Initiative, stellt sicher, dass das Velofahren in gleicher Weise gefördert wird wie das Wandern. Das Wandern ist heute schon in der Bundesverfassung festgeschrieben; in allen Kantonen ist so ein dichtes Netz an gut unterhaltenen und signalisierten Wanderwegen entstanden. Velofahren hat ein grosses Potenzial und kann einen wichtigen und umweltfreundlichen Beitrag leisten an die Gesamtmobilität. Heute beschränkt sich die Veloförderung auf einzelne Städte und hört allzu oft an der Gemeindegrenze auf. Mit dem Bundesbeschluss Velo wird Velofahren damit noch attraktiver und  - dank mehr Verkehrsentflechtung - auch sicherer. Deshalb Ja am 23. September zum Bundesbeschluss Velo.

Die Argumente im Detail

  • Mehr Sicherheit dank Velowegen: Ausgebaute Radwege bieten Fahrradfahrer/innen Sicherheit. Fussgänger profitieren, weil das Trottoir dem Fussverkehr vorbehalten bleibt. Und dank klaren und sicheren Verhältnissen zwischen Fahrradfahrern und Autofahrenden wird auch der Autoverkehr sicherer und flüssiger. Auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit bringt die Trennung von Verkehrsflächen Kindern und Erwachsenen mehr Sicherheit.
  • Besser und früher koordiniert spart Geld: Kantone und Gemeinden sind und bleiben auch mit dem Bundesbeschluss für Planung, Bau, Unterhalt und Betrieb der Fuss-, Wander- und Velowegnetze zuständig. Die Arbeit wird da erledigt, wo es Sinn macht. Der Bund übernimmt aber neu auch bei den Velowegen eine koordinierende und vollzugsunterstützende Rolle. Das verbessert die Qualität aller Netze und spart Zeit und Kosten.
     
  • Bewährt bei Fuss- und Wanderwegen: Fuss- und Wanderwege sind schon lange in der Bundesverfassung verankert. Das hat sich bewährt. Nun werden die Velowege gleich behandelt. Das ist gut für die Sicherheit unserer Kinder auf dem Weg zur Schule, gut für Sportlerinnen und Sportler und den Tourismus auf Strassen und Wegen und gut für das Velofahren im Alltag. Zusätzlich zu seinen Aufgaben (Nationalstrassenbau, Subventionen, Armee etc.) muss der Bund neu auch dafür sorgen, dass aufgehobene Velowege angemessen ersetzt werden. Diese Regelung hat sich bei den Fuss- und Wanderwegen bewährt.
     
  • Weniger Stau und mehr Platz im öV: Velofahren ist platzsparend, gesund und umweltfreundlich. Velofahren leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Rund 50 % des Autoverkehrs besteht aus Fahrten, die kürzer als 5 km sind. Dank verbesserter verkehrspolitischer Rahmenbedingungen könnten solche Wege zu Fuss oder per Velo zurückgelegt werden. Dies trüge massgeblich dazu bei, in den Agglomerationen Verkehrsspitzen sowohl auf der Strasse als auch im ÖV zu glätten.
  • Der Tourismus profitiert: Velofahren zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in der Schweiz. Velotouren der in der Schweiz lebenden Bevölkerung generieren einen Umsatz von 2,7 Milliarden Franken pro Jahr und sind ein wichtiger Pfeiler für den Sommertourismus; der Umsatz ausländischer Gäste wird auf 67 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Auf Grund rückläufiger Schneefälle wir das Bikegeschäft insbesondere für Bergregionen immer wichtiger.
    Damit der Velotourismus weiter wächst, muss die Infrastruktur ausgebaut werden und qualitativ hochstehend sein. Einheimische wie Gäste haben ein grosses Bedürfnis nach attraktiven und sicheren Velorouten sowie nach einem dichten und effizienten Verkehrsnetz (Velowege, ÖV, Bergbahnen usw.). Hier soll der Bund koordinierend und unterstützend wirken.
  • Gut für den Radsport: Rund die Hälfte der in der Schweiz lebenden Wohnbevölkerung fährt Velo, Rennvelo oder Mountainbike. Dies ist aus volksgesundheitlicher und sportlicher Sicht erfreulich. Darum soll diese Zahl noch weiter steigen. Ein attraktives und sicheres Velowegnetz ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Gerade für Junge: Nur auf sicheren Wegen macht das Velofahren Spass. Und damit die Schweiz auch beim Radsport weiter an der Spitze bleiben kann, braucht es jetzt gute Rahmenbedingungen für den Nachwuchs. Der Bundesbeschluss Velo ist eine wichtige Grundlage dazu.