Weshalb sagen wir Nein zur Burka-Initiative? Hier unsere Gründe:

Ausnahmslos gegen Rassismus und Sexismus

Die Burka-Initiative ist heuchlerisch, rassistisch motiviert und kontraproduktiv. Sie stammt von einer Partei, die keinen Hehl aus ihrem Rassismus und ihrer Islamfeindlichkeit macht und der die Frauenrechte seit eh und je egal sind. Die Initiative gaukelt vor, ein Scheinproblem zu lösen, und stellt dazu 400'000 Muslim:innen in der Schweiz an den Pranger.

Für die SP ist klar: Wir wehren uns gegen Sexismus und Rassismus und stehen für Selbstbestimmung ein. Wir stellen uns gegen alle, die Gewalt ausüben und anderen ihre Meinung und Vorstellungen aufzwingen. Unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder Lebensweise, egal ob auf der Strasse, zu Hause, bei der Arbeit oder im Internet – kurz: #ausnahmslos.

Mein Körper gehört mir

Frauen wird seit Jahrhunderten vorgeschrieben, was sie tragen sollen – und was nicht. Nie ist es gut: zu kurz, zu lang, zu eng, zu weit, zu verdeckt, zu freizügig. Frauen wird vorgeschrieben, was mit ihren Körpern geschehen soll, und was nicht, wie sie auszusehen haben und wie nicht. Wir sagen: Genug!

Niemand darf über den Körper von Frauen entscheiden – ausser die Frauen selbst. Wir stellen uns entschieden gegen alle, die Frauen Vorschriften machen wollen: Gegen Menschen und Staaten, die Frauen verbieten, sich zu verschleiern, genauso wie gegen solche, die es ihnen vorschreiben. Wir stehen ein für die Selbstbestimmung von Frauen – hier und weltweit. Denn mein Körper gehört mir.

Gegen Patriarchat und Sexismus

Dass die SVP versucht, sich als Retterin der Frauen aufzuspielen, ist ein Hohn. Wir reden hier von der Partei, die bis 1991 den Frauen das Stimmrecht verweigern wollte, die Vergewaltigung in der Ehe nicht zum Offizialdelikt erheben wollte, die Lohnungleichheit leugnet und sich gegen jeden feministischen Fortschritt stellt. Es ging ihnen nie um Frauenrechte, sondern darum, antimuslimische Ressentiments zu schüren. Wir kämpfen gegen patriarchale und sexistische Strukturen, immer und überall.

Sexismus ist nicht importiert. Wir kriegen das gut selbst hin

Die SVP gaukelt uns vor, dass die Unterdrückung von Frauen und Mädchen ein Problem der «anderen» sei. Der Muslime, der «Ausländer», der «Fremden». Das ist schlicht und einfach falsch. Sexismus gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt. Weder Kultur noch Religion, sondern das Patriarchat ist das Problem. Nie werden wir Sexismus relativieren – immer werden wir ihn bekämpfen. Frauen werden unterdrückt, hier und weltweit. Wir kämpfen für unsere Befreiung und zwar #ausnahmslos.

10. Feb 2021