Jedes Jahr sterben tausende Menschen in der Schweiz an den Folgen des Tabakkonsums. Die Mehrheit der Raucher:innen greift bereits als Minderjährige zur Zigarette. Werbung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Für die SP ist die Gesundheit der Menschen wichtiger als das Streben nach Profit. Die SP sagt darum JA zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung.

Die Initiative verlangt, dass Tabakwerbung beschränkt wird, sofern an Orten geworben wird, die für Kinder und Jugendliche zugänglich sind. Tabakwerbung auf Plakaten im öffentlichen Raum, im Kino, in Inseraten, beim Festival-Sponsoring und in der Online-Werbung soll nicht mehr erlaubt sein.

Tabakwerbung zielt auf die Jungen

Tabakkonzerne ködern mit Werbung, Verkaufsförderung und Sponsoring gezielt junge Menschen. Darum sind sie vor allem an Konzerten, Partys und Festivals präsent – und nicht zum Beispiel in der Oper.

Tabakwerbung ist überall. In einer Studie wurde gemessen, wie häufig Jugendliche an einem durchschnittlichen Wochenend-Tag Werbung für Tabak ausgesetzt sind: Ganze 68 Mal begegneten sie an Kiosken, auf Zigarettenautomaten, über Wettbewerbstalons, auf den sozialen Medien und sogar auf dem Schulweg entsprechender Werbung.

Tabakwerbung wirkt

57 Prozent der Tabakkonsument:innen beginnen bereits als Minderjährige zu rauchen. Werbung spielt dabei eine zentrale Rolle. Gerade in der Phase der Identitätsbildung während der Pubertät sind Kinder und Jugendliche für Werbung sehr empfänglich und nehmen Tabakwerbung nachweislich stärker wahr als Erwachsene. Studien belegen, dass Kinder und Jugendliche häufiger mit dem Rauchen beginnen, wenn sie mit Tabakwerbung in Kontakt kommen.

Profit der Tabakkonzerne auf Kosten von uns allen

Nicht nur sterben jährlich 9500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Der Konsum verursacht jedes Jahr Kosten in Höhe von drei Milliarden Franken im Gesundheitswesen. Das entspricht vier Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben. Doch für die Tabaklobby steht nicht die Gesundheit, sondern die Profitmaximierung im Vordergrund. Die mächtige Tabakindustrie und ihre Vertreter:innen im Parlament verhindern seit Jahren griffige Regelungen und eine bessere Prävention. Die freiwillige Selbstbeschränkung reicht nicht aus. Wir wollen endlich unsere Gesundheit vor den Profit der Tabakkonzerne stellen!

Die Bevölkerung und viele Kantone sind für mehr Schutz

Wirksame gesetzliche Massnahmen im Bereich der Tabakprävention finden bei der Schweizer Bevölkerung Zustimmung. Nach Angaben von «Suchtmonitoring Schweiz 2016» stimmen 58 % der Bevölkerung einem allgemeinen Werbeverbot für Tabakprodukte zu. Eine Mehrheit befürwortet auch ein Sponsoring-Verbot von Kultur- und Sportveranstaltungen durch die Tabakindustrie. Darüber hinaus haben zahlreiche Kantone schon weiterreichende Regelungen ausgearbeitet, insbesondere hinsichtlich der Plakatwerbung. 

Darum Ja zur «Volksinitiative Kinder und Jugendliche ohne Tabakwerbung»!

09. Dez 2021