Am 14. Juni streikten in der ganzen Schweiz 500'000 Frauen und solidarische Männer. Die Forderungen waren klar - mehr Zeit, mehr Geld, mehr Respekt!

Doch das war erst der Anfang. Jetzt muss es weitergehen! Deshalb wollen wir eine Gleichstellungsinitiative lancieren. Weil der Streik so bunt, vielfältig und gross war, wollten wir nicht alleine über die Initiative entscheiden. Deshalb führten wir vom 14. August bis 30. August eine Online-Abstimmung durch, an der alle Interessierten zwischen sechs gleichstellungspolitischen Forderungen wählen konnten. Zwei Forderungen lieferten sich dabei ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Lohngleichheit und Elternzeit. Deshalb wollen wir beide Anliegen weiterverfolgen.

Eine Elternzeit, die diesen Namen verdient ist zentral, damit sich beide Elternteile von Anfang an um ihre Kinder kümmern können. Wir fordern daher einen Mutter- und Vaterschaftsurlaub von je mindestens 14 Wochen. Zusätzlich sollen beide Elternteile danach Anspruch auf mindestens 10 Wochen Elternzeit haben.

Lohngleichheit ist seit 1981 in der Verfassung verankert. Trotzdem verdienen Frauen immer noch weniger. Der diskriminierende Anteil bei der Lohnungleichheit ist im letzten Jahr sogar gestiegen. Damit diese Ungerechtigkeit ein Ende hat, fordern wir wirksame Bestimmungen: Betriebe ab einer bestimmten Grösse sollen zu regelmässigen Lohnanalysen verpflichtet und bei Nichteinhaltung sanktioniert werden. Momentan laufen Gespräche mit möglichen Bündnispartnern.

Am 30. November werden unsere Delegierten über das weitere Vorgehen entscheiden.