Der Kinderarzt übergab das Baby meiner Mutter

Blogbeitrag von Elke zum Thema „Mutterschaft und Gewalt“, veröffentlicht im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen.

Als 7 Monate der Schwangerschaft um waren, hat es beim Einkaufen plötzlich platsch gemacht, und der Schnee wurde durch das abgehende Fruchtwasser, das an mir runter lief, aufgetaut. Im Spital hat man dann versucht, die Geburt herauszuschieben; aber nach 10 Tagen bekam ich Wehen; ich wurde in den Gebärsaal gebracht; es war Nacht und sowohl ich, als auch die Hebamme waren am Lesen.

Als das Kind nach ein paar Stunden auf die Welt kommen wollte, hat die Hebamme die Ärztin gerufen; und mit ihr erschienen viele junge Frauen; es waren Hebammenschülerinnen, und die wollten unbedingt Hand anlegen; stützen, warme Strümpfe überziehen; ich habe mich, so gut es ging, gewehrt, aber man hat alles GEGEN meinen willen durchgeführt; und dann sagte die Ärztin «schneiden», und die Hebamme hat mich ohne Betäubungsspritze geschnitten; das Geräusch  vom Zerschneiden meines Fleisches werde ich NIE vergessen. Dann nähte die Ärztin, wie sich später herausstellte, schräg, so dass ich jahrelang beim Geschlechtsverkehr schmerzen litt.

Am Tag drauf kamen die Ärzte ins 6er-Zimmer für die Visite. Die Ärztin, die mich entbunden hatte, sagte laut am Fussende meines Bettes: ist das die Frau, deren Baby fast gestorben ist? – ich war entsetzt; davon hatte ich nichts gewusst; man sagte mir später, dass man hätte das Blut austauschen müssen, da meine Tochter eine Sepsis erlitten hatte; zum Glück hatte eine Kinderschwester die passende Blutgruppe und konnte sofort spenden.

Danach habe ich mein Kind wochenlang nur durchs Glas sehen können; man sagte, aus hygienischen Gründen. Als ich meine Tochter endlich abholen ging, begleitet von meinen Eltern, da mein Ehemann und Vater des Kindes im Ausland war, übergab der Kinderarzt das Baby meiner Mutter: passen Sie auf das Kind gut auf. – meine Mutter hat  dann meine Tochter mir übergeben. da hielt ich mein Baby zum ersten mal im Arm!

Das war vor 50 Jahren. Hoffentlich geht man heute mit den Frauen empathischer um!

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