Die SP Frauen unterstützen die mutigen Kämpfer:innen im Iran

Medienmitteilung der SP Frauen vom 22. Oktober 2022

FRAU, LEBEN, FREIHEIT: Diese Botschaft haben die SP Frauen an einer Solidaritätsaktion für die mutigen Freiheitskämpfer:innen im Iran und weltweit im Rahmen ihrer heutigen Mitgliederversammlung in Bern ausgesandt. Die Versammlung zeigte: Die SP Frauen sind bereit für den Frauenstreik und die Wahlen 2023.

«Jede Frau muss das Recht haben, frei zu leben und frei ihre Entscheidungen treffen zu können», sagten Tamara Funiciello und Martine Docourt, Co-Präsidentinnen der SP Frauen Schweiz. Die starke Solidaritätsaktion wurde von den iranischen Aktivistinnen Maryam Banihashemi und Saghi Gholipour von freeiran.ch angeführt.

Neben der Situation im Iran war auch die Gleichstellung in der Schweiz ein zentrales Thema. «Zwei Drittel der Frauen haben Ende September Nein zur AHV21 gestimmt. Denn die Gleichstellung in der Schweiz ist auch nach bald 42 Jahren Verankerung in der Bundesverfassung noch lange nicht erreicht», unterstrichen Tamara Funiciello und Martine Docourt. «Gleichstellung ist unser verfassungsmässiges Recht, und Feminismus ist die Voraussetzung für eine gerechte, nachhaltige und solidarische Welt. Dafür kämpfen wir.»

Einstimmig angenommen wurde die Resolution «Reproduktive Rechte sind Menschenrechte» mit den Forderungen nach einer Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, einem Ausbau der finanziellen Unterstützung für von den Kantonen anerkannte Beratungsstellen, einem sicheren Zugang zu Abtreibung auch für Menschen ohne Schweizer Pass und einer ergebnisoffenen Informationspflicht für Gynäkolog:innen. Der Schwangerschaftsabbruch muss zudem von der Franchise ausgenommen werden.

«Familien brauchen Zeit. Elternzeit jetzt!» lautete der Titel der zweiten, ebenfalls einstimmig angenommen Resolution. Mit dieser Resolution legen die SP Frauen klare Ziele und Eckwerte für eine Elternzeit fest. «Bevor unser Ziel einer Elternzeit von mindestens sechs Monaten pro Elternteil nicht erreicht ist, muss die Wochenzahl der Mutter oder gebärenden Person zusätzlich zum bestehenden Mutterschaftsurlaub in einem vergleichbaren Rahmen erhöht werden wie die des Vaters», erklärte Tamara Funiciello. «Eine Verschlechterung der heutigen Situation für Mütter akzeptieren wir nicht.»

Schliesslich fanden an der Mitgliederversammlung auch Wahlgeschäfte statt. Bei den Erneuerungswahlen für das Co-Präsidium, die Zentralsekretärin und die Geschäftsleitung wurden alle Bisherigen in ihren Rollen bestätigt. Als Ersatz für die aus der Geschäftsleitung zurückgetretene Fédérique Beauvois wurde die Walliserin Mathilde Mottet gewählt.

 

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