Nein zur Ernährungsinitiative
Der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität sind die grössten Herausforderungen unserer Zeit. Die Landwirtschaft ist hier ein wichtiger Faktor. Es braucht einen stärkeren Fokus auf pflanzliche Lebensmittel und einen konsequenten Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Diese Ziele der Ernährungsinitiative teilt die SP.
Trotzdem lehnt die SP die Ernährungsinitiative ab. Denn die Initiative fordert konkret, dass die Schweiz ihren Selbstversorgungsgrad auf 70 Prozent erhöht – aktuell liegt dieser bei lediglich 47 Prozent. Das ist ein enormer Schritt. Selbst zu Zeiten der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkriegs wurde dieser Selbstversorgungsgrad nicht erreicht.
Zudem soll dieser Selbstversorgungsgrad innerhalb von nur zehn Jahren erreicht werden. Das ist nicht umsetzbar, ohne dass es zu massiven Einschränkungen und Rationierungen für die Bevölkerung kommt. Aus Sicht der SP ist das der falsche Weg: Es braucht stattdessen umsetzbare Reformen für eine nachhaltige Landwirtschaft.
Deshalb hat sich die SP im Parlament auch für einen realistischen Gegenvorschlag zur Initiative eingesetzt. Dieser blieb jedoch chancenlos. Sämtliche Fraktionen haben die Ernährungsinitiative im Parlament abgelehnt.