Gezielt Stärken ausspielen, thematisch Prioritäten setzen und wirkungsvoll Koalitionen suchen

eSPress zur Wahl des Fraktionspräsidiums

Der SP werden die Erfolge in der kommenden Legislatur nicht mehr so leichtfallen. Noch mehr als in der letzten Legislatur ist geschicktes Verhandeln und ein Ausloten von Koalitionen nötig. Wir haben als Ultima Ratio immer die Möglichkeit des Referendums im Sinne eines Vetos. Das werden wir wohl in den nächsten vier Jahren vermehrt tun müssen; auch wenn wir grundsätzlich lieber gestalten als verhindern.

Die Ausgangslage für die Legislatur 2015-2019 ist herausfordernd: Eine rechtsbürgerliche Mehrheit im Nationalrat und Sitzverluste für moderate und grüne Stimmen. Demgegenüber steht der Ständerat mit einer starken Vertretung der Linken und der Mitte als Korrektiv – vorausgesetzt wir verteidigen unsere Sitze erfolgreich. Dazu voraussichtlich ein Bundesrat mit je zwei FDP und SVP-Vertretern.

Gut zuhören, die verschiedenen Anliegen aufnehmen, uns Gehör verschaffen und immer hin stehen für die Fraktion, selbst wenn es unangenehm ist.

Meine Motivation für das Fraktionspräsidium

Die Gestaltungs- und Führungsaufgabe in dieser anspruchsvollen Konstellation reizt mich sehr. Durch 12 Jahre Exekutiverfahrung im Wiler Stadtrat und drei Jahre als Fraktionspräsidentin im St. Galler Kantonsrat bin ich es gewohnt, mich in einem konservativen Umfeld zu behaupten. Auch bin ich es aus dieser Zeit gewohnt, zuweilen auch schwierige Gespräche zu führen und zu moderieren. Eine Fraktionschefin muss aber auch gut zuhören, die verschiedenen Anliegen aufnehmen, uns Gehör verschaffen und immer hin stehen für die Fraktion, selbst wenn es unangenehm ist.

Führung der Fraktion und politische Themensetzung

Primär sehe ich die Aufgabe der Fraktionspräsidentin als die einer Spielertrainerin. Selbst auf dem Spielfeld stehend und handelnd und dabei gleichzeitig die Mitspielerinnen und Mitspieler ins Spiel bringen, so dass sie ihre Fähigkeiten ideal einsetzen können. Dazu gehört auch, Leistung und Einsatz aktiv einzufordern. Die SP-Fraktion hat eine ganz grosse Stärke und das sind das breite Wissen und der Erfahrungsschatz der Fraktionsmitglieder sowie ihre Vielfalt. Mit diesem Fachwissen müssen wir uns im Rat und in den Kommissionen einbringen, überzeugen und so Erfolge verbuchen.

Gerade weil die Konstellation schwieriger und anspruchsvoller geworden ist, müssen wir die Kräfte bündeln.

Gerade weil die Konstellation schwieriger und anspruchsvoller geworden ist, müssen wir die Kräfte bündeln, dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen. Als Fraktionschefin will ich vermehrt zu entscheidenden Fragen interne Debatten führen, jeweils gestützt auf die Arbeit der Kommissionsdelegationen. Doch dann sind auch Entscheide nötig, die verbindlich für die Fraktion gelten. Verbesserungspotenzial liegt in der Koordination zwischen den Ständeratsdelegationen und Nationalratskommissionen. Wir müssen zu Beginn der Beratungen definieren, wo wir Akzente setzen und welche Anträge idealerweise eingebracht werden – und sei es zuweilen auch nur zu kommunikativen Zwecken. Das will ich insbesondere mit den Delegationsverantwortlichen an die Hand nehmen.

Ideal funktionieren muss auch die Arbeitsteilung von Fraktion und Partei, insbesondere was die Prioritätensetzungen und Schwerpunkte anbelangt. Gerade weil wir tendenziell häufiger über Referenden sprechen müssen, die ja dann von der Partei durchgezogen werden.

Unsere Fraktion zu führen und mit allen ihren Mitgliedern zusammen Politik zu machen, reizt mich. Zwar habe ich Respekt vor dieser Aufgabe, doch traue ich sie mir aufgrund meiner Erfahrungen zu. Und es wäre mir eine Ehre und Freude, diese Aufgabe für die Fraktion und mit der Fraktion zu übernehmen.

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  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
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