Die SP wurde gestärkt – und der Rechtsrutsch mobilisiert uns

Die SP erhöht ihre Sitzzahl im Nationalrat um 2 auf 41. Zwar verliert sie in den Kantonen Basel-Stadt, Graubünden und Freiburg, gewinnt aber in Genf, Waadt, Luzern und Zürich. Sie kommt auf einen Wähleranteil von etwas mehr als 18 Prozent. Für den Ständerat sind in vielen Kantonen zweite Wahlgänge notwendig, die Aussichten für die SP aber absolut intakt.

In Zürich wird überraschend Anna Rosenwasser gewählt. Die 33-jährige Queer-Aktivistin und Influencerin macht 12 Listenplätze gut und zieht für die SP ins Parlament ein. Ebenfalls in Zürich zieht für die SP mit Islam Alijaj erstmals ein Mensch mit Zerebralparese und kosovarischen Wurzeln in den Nationalrat ein.

Für den Ständerat braucht es in einigen Kantonen 2. Wahlgänge. Im Kanton Bern sind sie bereits entschieden. Nachdem Bernhard Pulver (Grüne) auf den zweiten Wahlgang verzichtet, ist der Weg für die stille Wahl von Flavia Wasserfallen und Werner Salzmann frei. Spannend wird es in Zürich: Hinter dem bereits mit Glanzresultat wiedergewählten Daniel Jositsch erreichten im ersten Wahlgang Gregor Rutz (SVP), Regine Sauter (FDP) und Tiana Moser (GLP) die Plätze 2, 3 und 4. Wer von ihnen zum zweiten Wahlgang antritt, entscheidet sich in den nächsten Tagen. In der Waadt hat es Pierre-Yves Maillard im ersten Wahlgang geschafft. In Neuenburg ist die Grüne Céline Vara wiedergewählt worden und für den nicht wiedergewählten Philippe Bauer (FDP) zieht neu Baptiste Hurni (SP) ins Stöckli ein.

Die SP geht als soziale Kraft gestärkt aus den Wahlen hervor. Das neue Parlament wird allerdings im Vergleich zu 2019 älter, männlicher und ländlicher sein.

Die SVP besetzt fast ein Drittel aller Nationalratssitze und das ist sehr beunruhigend. Die Partei schafft es mit ihren Themen, alle anderen Parteien, die meisten Medien sowie weite Teile der Bevölkerung vor sich herzutreiben. Das Thema «Ausländer» ist mittlerweile allgegenwärtig. Die thematische Geiselhaft der SVP führt dazu, dass andere Probleme auf der politischen Agenda immer stärker verdrängt werden: Die Bedrohung durch den Klimawandel, die finanziellen Nöte von breiten Bevölkerungskreisen, die aussenpolitische Abnabelung der Schweiz. Die SP wird weiterhin Initiativen und Referenden lancieren für ein sozialverträgliches Gesundheitssystem, die Rentensicherheit und Steuergerechtigkeit. Gefragt sind auch Koalitionen der Vernunft mit den anderen Parteien, nur so wird es tragfähige Lösungen geben, denn die Wahlsiegerin SVP liefert keine Antworten auf die wahren Probleme des Landes.

Vor diesem Hintergrund ist ein starkes JA für die 13. AHV, für die Plafonierung der Krankenkassenprämien und ein NEIN für die Rentenalterhöhung von grosser Dringlichkeit. Wir müssen diese Abstimmungskämpfe für eine soziale, mit allen Generationen solidarische Schweiz gewinnen, damit klar wird, dass es auch nach den Wahlen mit der gestärkten SP kein Durchmarschieren für weiteren Sozialabbau geben wird.

Ursula Blaser-Bysäth, GL Mitglied

Beitrag teilen:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed

Du hast Fragen zur Mitgliedschaft oder dem Mitgliedschaftsformular? Wir helfen gerne.

Häufige Fragen

Am einfachsten, indem Du online das Beitrittsformular nebenan ausfüllst.

Du kannst selbst entscheiden, welches Engagement für Dich am besten passt.

  • Wenn Du wenig Zeit hast, ist es absolut in Ordnung, wenn Dein Engagement sich vor allem darauf beschränkt, Deinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Auch das hilft uns sehr, um die Schweiz und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
  • Die Sektion, bei welcher Du Mitglied bist, wird Dich eventuell hin und wieder anfragen, ob Du Zeit hättest, bei einer Standaktion, einer Unterschriftensammlung oder einer Telefonaktion mitzumachen. Falls Dir das zusagt, sind wir sehr froh darüber – aber es ist natürlich völlig freiwillig.
  • Die meisten Sektionen führen regelmässig Mitgliederversammlungen durch, um die aktuellsten politischen Themen und Aktivitäten zu besprechen. Die Teilnahme daran ist natürlich ebenfalls völlig freiwillig. Aber es kann ein guter Ort sein, um neue Leute kennenzulernen.
  • Falls Dich ein Themengebiet besonders bewegt, kannst Du Dich in einer Themenkommission der SP Schweiz oder Deiner Kantonalpartei engagieren, oder in einer der Unterorganisationen wie den SP Frauen, den SP Migrant:innen, der SP 60+ oder der SP queer.
  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
Du kannst Dein Wissen und Können auch innerhalb der Partei einbringen. Die SP sucht immer Leute, die sich in der Parteiorganisation engagieren (Gemeinde, Bezirk, Kanton, Themenkommissionen).

Melde Dein Interesse bei den Verantwortlichen Deiner Ortssektion an. Die Sektion nominiert SP-Kandidierende für öffentliche Ämter, sei dies für den Gemeinderat oder die lokalen Schul-, Sozial- oder Finanzbehörden. Die Ortssektion bildet oft auch für Ämter auf übergeordneter Ebene (Kantons- oder Grossrat) den Ausgangspunkt des parteiinternen Nominationsprozesses.

Abgesehen von der Zahlung des jährlichen Mitgliederbeitrags gehst Du keine Verpflichtungen ein. Voraussetzung für den Beitritt ist eine inhaltliche Nähe. Dies bedingt jedoch nicht, dass Du in allen Fragen mit der SP gleicher Meinung sein musst.

Die Statuten der SP Schweiz verbieten die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Schweizer Parteien.
Doppelbürger:innen können Mitglied der SP Schweiz und Mitglied einer ausländischen Schwesterpartei sein, beispielsweise der deutschen SPD oder des italienischen Partito Democratico. Die Mitgliedschaft bei der SP Schweiz ist für Angehörige von Schwesterparteien gratis, sofern sie belegen können, dass sie in ihrem Heimatland Mitgliederbeiträge an eine Sozialdemokratische Partei entrichten.

Ja. Auch im Ausland kannst du dich als Mitglied der SP Schweiz in die Politik einbringen. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Ausland hast, wirst du automatisch Mitglied der SP International.

Für JUSO-Mitglieder besteht bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen SP-Mitgliedschaft. Ein entsprechender Antrag kann per Mail an [email protected] gestellt werden.

Das bietet Dir die SP

Was Du von der SP erwarten darfst.

Du bist nah dran an der Politik: Wir schicken Dir unsere Aufrufe, Newsletter sowie sechs Mal jährlich unser Mitgliedermagazin „links“. Du kannst Dich mit Gleichgesinnten vernetzen.

Du kannst von andern lernen und Dich mit Deinem Wissen und Können auf verschiedenen Ebenen in der Partei einbringen.
Gemeinsam schaffen wir eine bessere Zukunft!

Keine Demokratie ohne Bildung. Wir bieten Dir Webinare und Seminare zu Hintergrundwissen und aktuellen politischen Themen.