Internet-Initiative: Mehr Verantwortung!

Die Internet-Initiative will die Anbieter von Inhalten auf Social Media zur Verantwortung ziehen. Unterschreibe jetzt!

Von Min Li Marti, Nationalrätin ZH

Vor kurzem wurden Meta (Instagram, Facebook) und Google (Youtube) von einem amerikanischen Gericht dafür verurteilt, dass ihre Inhalte gezielt süchtig machen und damit Jugendlichen psychischen Schaden zufügen können.

Grok, die künstliche Intelligenz von X, vormals Twitter, machte unter anderem Schlagzeilen damit, dass man mit Grok sexualisierte Bilder von beliebigen Frauen erstellen kann, selbst bei Minderjährigen war dies möglich. Vor kurzem machte der Tages-Anzeiger publik, dass eine Gruppe junger Männer mithilfe von KI-Anwendungen gezielt pornografische Bilder von Influencerinnen geschaffen hatte.

Das sind nur zwei von vielen Beispielen, wie soziale Medien konkreten Schaden anrichten können. Das Problem: Die Plattformbetreiber übernehmen keinerlei Verantwortung für Inhalte, die sie vertreiben.

Schutz von Grundrechten

Eine breite überparteiliche Allianz will mit der Internet-Initiative genau da ansetzen: Bei der fehlenden Verantwortung. Sie will die Betreiber dazu verpflichten, Grundrechte zu schützen, und die Verbreitung von Inhalten verhindern, die sexualisierte Gewalt enthalten, zu Gewalt anstiften oder Gewalt verherrlichen. Desinformation oder andere demokratische Risiken sollen begrenzt und Cyberkriminalität bekämpft werden.

Die Initiative wird auch unterstützt von verschiedenen Fachverbänden wie Kinderschutz Schweiz, dem Fachverband der Psycholog:innen FSP und dem Dachverband der Lehrpersonen L:CH. Die SP ist mit drei Personen im Initiativkomitee vertreten, neben mir nehmen auch Samuel Bendahan und Nadine Masshardt Einsitz. Wir sind überzeugt, dass es an der Zeit ist, die Plattformen in die Verantwortung zu nehmen. Die Internet-Initiative ist dazu ein wichtiger Schritt.

Achtung Unterschriftenregeln

Die Bundeskanzlei hat die Regeln für Unterschriftensammlungen präzisiert. Die Karten müssen nicht nur unterschrieben, sondern auch Vor- und Nachname müssen eigenhändig hingeschrieben werden. Das erschwert das Fälschen von Unterschriften. Die Regel ist zwar nicht neu, wurde jedoch nachsichtig gehandhabt. Früher konnte beispielsweise ein Familienmitglied alle Stimmberechtigten im Haushalt auflisten, und diese mussten bloss noch unterschreiben. Neu sind solche Unterschriften ungültig.

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  • Die meisten Sektionen führen regelmässig Mitgliederversammlungen durch, um die aktuellsten politischen Themen und Aktivitäten zu besprechen. Die Teilnahme daran ist natürlich ebenfalls völlig freiwillig. Aber es kann ein guter Ort sein, um neue Leute kennenzulernen.
  • Falls Dich ein Themengebiet besonders bewegt, kannst Du Dich in einer Themenkommission der SP Schweiz oder Deiner Kantonalpartei engagieren, oder in einer der Unterorganisationen wie den SP Frauen, den SP Migrant:innen, der SP 60+ oder der SP queer.
  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

In einigen Kantonen wird zusätzlich ein Solidaritätsbeitrag erhoben.

Für mehr Informationen kannst Du Dich an die SP an Deinem Wohnort oder in Deinem Kanton wenden.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
Du kannst Dein Wissen und Können auch innerhalb der Partei einbringen. Die SP sucht immer Leute, die sich in der Parteiorganisation engagieren (Gemeinde, Bezirk, Kanton, Themenkommissionen).

Melde Dein Interesse bei den Verantwortlichen Deiner Ortssektion an. Die Sektion nominiert SP-Kandidierende für öffentliche Ämter, sei dies für den Gemeinderat oder die lokalen Schul-, Sozial- oder Finanzbehörden. Die Ortssektion bildet oft auch für Ämter auf übergeordneter Ebene (Kantons- oder Grossrat) den Ausgangspunkt des parteiinternen Nominationsprozesses.

Abgesehen von der Zahlung des jährlichen Mitgliederbeitrags gehst Du keine Verpflichtungen ein. Voraussetzung für den Beitritt ist eine inhaltliche Nähe. Dies bedingt jedoch nicht, dass Du in allen Fragen mit der SP gleicher Meinung sein musst.

Die Statuten der SP Schweiz verbieten die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Schweizer Parteien.
Doppelbürger:innen können Mitglied der SP Schweiz und Mitglied einer ausländischen Schwesterpartei sein, beispielsweise der deutschen SPD oder des italienischen Partito Democratico. Die Mitgliedschaft bei der SP Schweiz ist für Angehörige von Schwesterparteien gratis, sofern sie belegen können, dass sie in ihrem Heimatland Mitgliederbeiträge an eine Sozialdemokratische Partei entrichten.

Ja. Auch im Ausland kannst du dich als Mitglied der SP Schweiz in die Politik einbringen. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Ausland hast, wirst du automatisch Mitglied der SP International.

Für JUSO-Mitglieder besteht bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen SP-Mitgliedschaft. Ein entsprechender Antrag kann per Mail an [email protected] gestellt werden.

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