13. AHV-Rente: „Mis Grosi het unglaublich Froid!“

Der Jubel am 3. März war unbeschreiblich, als sich ein JA zur 13. AHV-Rente abzeichnete. Ein kurzer Blick zurück auf einen historischen Tag.

Mattea Meyer, Co-Präsidentin SP Schweiz

Am Vormittag des 3. März sass ich im Zug nach Bern, als die ersten Abstimmungsresultate zur 13. AHV-Rente aus kleinen Aargauer Gemeinden veröffentlicht wurden. Die Ja-Resultate lagen zwischen 55 und 60 Prozent. Da kam zum ersten Mal Hoffnung auf, dass es klappen könnte. Haben wir es wirklich geschafft, dass Rentner:innen eine bessere Rente erhalten für das, was sie ein Leben lang geleistet haben?

Nach dem Mittag war klar: Die Hoffnung wird Realität. Zum ersten Mal überhaupt stimmen die Stimmberechtigten einer AHV-Initiative zu! Das Ja ist nicht wegen eines «verlorenen Gemeinsinns» oder des «Egoismus der Boomer-Generation» zustande gekommen – so wurde in den Tagen nach der Abstimmung das Resultat in abschätziger Weise begründet. Die Menschen haben mit ihrer Stimme vielmehr unmissverständlich gesagt: Wir erwarten glaubwürdige Antworten auf den Kaufkraftverlust. Steigende Mieten, Krankenkassenprämien und Lebensmittelpreise fressen real eine Monatsrente weg. Die SP und die Gewerkschaften haben mit der 13. AHV-Rente eine erste, glaubwürdige Antwort geliefert.

Den Schwung nehmen wir mit

Diesen Weg gehen wir weiter. Im Juni stimmen wir über die Prämien-Entlastungs-Initiative ab. Seit Jahren sind die explodierenden Krankenkassenprämien zuoberst auf dem Sorgenbarometer der Menschen. Über 60 Prozent der Gesundheitsausgaben tragen die Haushalte selbst, unabhängig von der Höhe ihres Einkommens. Der Bäcker zahlt gleich viel wie der Bankmanager, die Pflegefachfrau gleich viel wie die Professorin. Eine vierköpfige Familie zahlt bis zu 2000 Franken Prämien. Pro Monat.

Gleichzeitig nehmen sich Bund und Kantone immer mehr aus der Verantwortung: Ganz 17 Kantone haben in den letzten zehn Jahren die Prämienverbilligung im Vergleich zum Prämien- und Bevölkerungswachstum gekürzt. Und die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Zehn Prozent sind genug!

Mit unserer Prämien-Entlastungs-Initiative stoppen wir diese Entwicklung: Die Krankenkassenprämien werden gedeckelt und dürften neu nicht mehr als zehn Prozents des verfügbaren Einkommens ausmachen. Das schützt nicht nur Personen mit tiefen Löhnen vor Kaufkraftverlust, sondern vor allem auch Familien, Rentner:innen-Paare und Personen mit durchschnittlichen Einkommen. Mit einem Ja werden die Haushalte vor zukünftigen Prämienerhöhungen geschützt.

In einem der wenigen ruhigen Momenten an diesem Abstimmungstag las ich eine Telefonnachricht von einem jungen Mann, den ich eine Woche zuvor im Bundeshaus getroffen hatte: «Mis Grosi het unglaublich Froid!» Da kam mir eine Freudeträne über das, was wir zusammen geschafft haben: Wir haben mit unserem Engagement die Schweiz sozialer gemacht. Wir machen den Unterschied. Danke euch allen!

Beitrag teilen:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed

Du hast Fragen zur Mitgliedschaft oder dem Mitgliedschaftsformular? Wir helfen gerne.

Häufige Fragen

Am einfachsten, indem Du online das Beitrittsformular nebenan ausfüllst.

Du kannst selbst entscheiden, welches Engagement für Dich am besten passt.

  • Wenn Du wenig Zeit hast, ist es absolut in Ordnung, wenn Dein Engagement sich vor allem darauf beschränkt, Deinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Auch das hilft uns sehr, um die Schweiz und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
  • Die Sektion, bei welcher Du Mitglied bist, wird Dich eventuell hin und wieder anfragen, ob Du Zeit hättest, bei einer Standaktion, einer Unterschriftensammlung oder einer Telefonaktion mitzumachen. Falls Dir das zusagt, sind wir sehr froh darüber – aber es ist natürlich völlig freiwillig.
  • Die meisten Sektionen führen regelmässig Mitgliederversammlungen durch, um die aktuellsten politischen Themen und Aktivitäten zu besprechen. Die Teilnahme daran ist natürlich ebenfalls völlig freiwillig. Aber es kann ein guter Ort sein, um neue Leute kennenzulernen.
  • Falls Dich ein Themengebiet besonders bewegt, kannst Du Dich in einer Themenkommission der SP Schweiz oder Deiner Kantonalpartei engagieren, oder in einer der Unterorganisationen wie den SP Frauen, den SP Migrant:innen, der SP 60+ oder der SP queer.
  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
Du kannst Dein Wissen und Können auch innerhalb der Partei einbringen. Die SP sucht immer Leute, die sich in der Parteiorganisation engagieren (Gemeinde, Bezirk, Kanton, Themenkommissionen).

Melde Dein Interesse bei den Verantwortlichen Deiner Ortssektion an. Die Sektion nominiert SP-Kandidierende für öffentliche Ämter, sei dies für den Gemeinderat oder die lokalen Schul-, Sozial- oder Finanzbehörden. Die Ortssektion bildet oft auch für Ämter auf übergeordneter Ebene (Kantons- oder Grossrat) den Ausgangspunkt des parteiinternen Nominationsprozesses.

Abgesehen von der Zahlung des jährlichen Mitgliederbeitrags gehst Du keine Verpflichtungen ein. Voraussetzung für den Beitritt ist eine inhaltliche Nähe. Dies bedingt jedoch nicht, dass Du in allen Fragen mit der SP gleicher Meinung sein musst.

Die Statuten der SP Schweiz verbieten die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Schweizer Parteien.
Doppelbürger:innen können Mitglied der SP Schweiz und Mitglied einer ausländischen Schwesterpartei sein, beispielsweise der deutschen SPD oder des italienischen Partito Democratico. Die Mitgliedschaft bei der SP Schweiz ist für Angehörige von Schwesterparteien gratis, sofern sie belegen können, dass sie in ihrem Heimatland Mitgliederbeiträge an eine Sozialdemokratische Partei entrichten.

Ja. Auch im Ausland kannst du dich als Mitglied der SP Schweiz in die Politik einbringen. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Ausland hast, wirst du automatisch Mitglied der SP International.

Für JUSO-Mitglieder besteht bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen SP-Mitgliedschaft. Ein entsprechender Antrag kann per Mail an [email protected] gestellt werden.

Das bietet Dir die SP

Was Du von der SP erwarten darfst.

Du bist nah dran an der Politik: Wir schicken Dir unsere Aufrufe, Newsletter sowie sechs Mal jährlich unser Mitgliedermagazin „links“. Du kannst Dich mit Gleichgesinnten vernetzen.

Du kannst von andern lernen und Dich mit Deinem Wissen und Können auf verschiedenen Ebenen in der Partei einbringen.
Gemeinsam schaffen wir eine bessere Zukunft!

Keine Demokratie ohne Bildung. Wir bieten Dir Webinare und Seminare zu Hintergrundwissen und aktuellen politischen Themen.