Die rechten Kräfte haben sich im Parlament durchgesetzt und mit der AHV21 eine Erhöhung des Frauenrentenalters und den Abbau der Frauenrenten beschlossen. Dagegen wehren wir uns und haben zusammen mit dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund das Referendum ergriffen.

Solidarische Finanzierung anstatt Rentenklau bei den Frauen

Die geplante AHV-Abbauvorlage mit Erhöhung des Frauenrentenalters soll gemäss Bundesrat bis ins Jahr 2030 Einsparungen von sieben Milliarden Franken bringen. Die Frauen zahlen diese Rechnung. Jede Frau muss einen Rentenabbau von jährlich 1’200 Franken hinnehmen. Das ist inakzeptabel, gerade weil die Frauenrenten tief sind.

Die SP schlägt eine solidarische Zusatzfinanzierung vor. Neu sollen die Gewinne, welche die Schweizer Nationalbank (SNB) mit den Negativzinsen macht, für die AHV verwendet werden. So wird die AHV mit über 11 Milliarden gestärkt und das Volksvermögen der SNB kommt allen zugute.

Rentenlücke der Frauen

Jede vierte Frau in diesem Land erhält im Rentenalter nur die AHV und hat keine zweite Säule. Etwa die Hälfte der Frauen muss sich mit Rentenzahlungen von knapp 2’900 Franken pro Monat begnügen, inklusive der zweiten Säule. Jede zehnte Frau muss direkt Ergänzungsleistungen beziehen, weil die Rente nicht zum Leben reicht. Unter dem Vorwand der Gleichstellung wird nun diese Rentenlücke der Frauen weiter vergrössert. Und auch bei der Pensionskassen-Reform wollen die rechten Parteien die Frauen mit tiefen Löhnen nicht besser versichern. Das zeigt ihre Geringschätzung für die immense Betreuungsarbeit, die Frauen ihr gesamtes Leben lang leisten. Anstatt Rentenabbau braucht es endlich ausreichende Renten zum Leben und eine Stärkung der AHV.

Frauenrentenalter 65 ist der erste Schritt zu Rentenalter 67 für alle

Eines ist klar: Rentenalter 65 für Frauen ist das Einfallstor für Rentenalter 67 für alle. Die Rechte hat die entsprechende Initiative bereits eingereicht. Mit der vorliegenden Vorlage soll die Grundlage dafür geschaffen werden. Während Manager:innen vorzeitig in Rente gehen, weil sie es sich leisten können, müssen Detailhandelsangestellte, Pöstler:innen oder Pflegefachkräfte bis 67 weiter schuften. Mit einem NEIN zur AHV21 stoppen wir diese Pläne und machen den Weg frei für eine gerechte AHV-Reform, die allen zugutekommt.

04. Jan 2022