Grossbankenregulierung: Bundesrat liefert Minimum – Risiko Monster-UBS bleibt

Der Bundesrat hat heute die Botschaft zur Änderung des Bankengesetzes sowie Verschärfungen der Eigenmittelverordnung verabschiedet. Die vorgesehene 100-prozentige Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften ist überfällig und richtig. Sie reicht aber bei Weitem nicht aus, um das Klumpenrisiko der neuen UBS für die Volkswirtschaft, die Steuerzahlenden und den Wohlstand in der Schweiz in den Griff zu bekommen. Die SP fordert eine Grossbankenregulierung, die künftige Krisen tatsächlich verhindert.

«Die Kapitalunterlegung der Auslandstöchter auf 100 Prozent anzuheben, ist eine Selbstverständlichkeit – nicht mehr und nicht weniger», sagt Cédric Wermuth, Co-Präsident der SP Schweiz. «Die UBS ist doppelt so gross wie die gesamte Schweizer Volkswirtschaft. Wer glaubt, mit dieser Massnahme sei das Risiko für die Schweiz gebannt, macht sich Illusionen.» Zweimal in 15 Jahren musste der Bund Schweizer Grossbanken retten – zuletzt mit Garantien und Liquiditätshilfen von über 250 Milliarden Franken für die Credit Suisse.

Damit sich das nicht wiederholt, braucht es weit mehr als die heutige Vorlage. Die SP-Bundeshausfraktion hat mit ihrem Aktionsplan aufgezeigt, was nötig ist: transparente Konzernstrukturen, eine deutliche Erhöhung des harten Eigenkapitals, echte Verantwortung von Aktionär:innen und Management, eine gestärkte FINMA, eine Abgeltung der faktischen Staatsgarantie – von der die UBS kostenlos profitiert – sowie ein Verbot von an Bedingungen geknüpften Grossbanken-Spenden an Parteien.

«Im Parlament werden wir dafür kämpfen, dass diese Vorlage gestärkt und nicht verwässert wird», sagt SP-Nationalrätin Ursula Zybach. «Die UBS erhält eine milliardenschwere Staatsgarantie gratis, während die Bevölkerung das volle Risiko trägt. Wer das ändern will, muss jetzt konsequent handeln – statt sich von den Drohgebärden der Grossbank einschüchtern zu lassen.»

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Cédric Wermuth

Cédric Wermuth

Nationalrat AG und Co-Parteipräsident

Ursula Zybach

Ursula Zybach

Nationalrätin BE

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