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Abstimmungsparolen vom 30. November 2025
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Menschen in der SP
Die Sicherung der Renten durch die Pensionskassen ist im heutigen Tiefzinsniveau nicht einfach. Auch ist den Unterzeichnenden bewusst, dass die Stadt Luzern bloss sechs von 13 stimmberechtigten Pensionskommissionsmitgliedern bestimmen kann und die PKSL eine eigene Rechtspersönlichkeit ist. Ebenso, dass der Gesetzgeber nicht gleichzeitig die Leistungen und die Finanzierung vorgeben kann. Trotzdem kann und soll der Stadtrat mit der Erfüllung untenstehender Anforderungen den Rahmen seiner Möglichkeiten konsequent nutzen. Dank diesem starken Zeichen soll die PKSL in der notwendigen Ausrichtung gestärkt werden.
Jede Pensionskasse ist per se der Zukunft verpflichtet. Wie wir heute wissen, ist die Zivilisation bloss dann zukunftsfähig, wenn die verbleibenden Kohlenstoffvorräte in der Erdkruste verbleiben. Anlagestrategien, welche diese Fakten ignorieren, sind per se nicht zukunftsfähig.
Weitsichtige Wirtschaftsvertreter zeigen auf, dass der Klimawandel signifikante finanzielle Risiken für die Finanzstabilität, für die Finanzinstitutionen und die Investoren mit sich bringt. Kompetente globale Fachgremien entwickeln Instrumente, um den Gefahren zu begegnen. Auch für die Schweiz haben wissenschaftliche Studien die Risiken für Finanzplatz und insbesondere für Pensionskassen, für deren Deckungsgrad und für die Höhe der Renten illustriert.
Das Pariser Klimaabkommen von 2015 verlangt von allen Finanzdienstleistern, dass sie ihre Investitionen und Finanzflüsse mit dem Ziel einer maximalen globalen Klimaerwärmung von 1.5 bis maximal 2 Grad in Einklang bringen. Die Schweiz hat dieses Abkommen 2017 ratifiziert. Mit dem heutigen Investitionsverhalten bewegen sich die Schweizer Finanzbranche und die Pensionskassen allerdings auf einem Klimapfad, welcher eine globale Erwärmung von 4 bis 6 Grad unterstützt.
Ein kürzlich durch die Klima-Allianz veröffentlichtes Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass die treuhänderische Sorgfaltspflicht auch bei den finanziellen Klimarisiken gilt und auf Portfolioebene ansetzen muss, nämlich durch Risikomanagement via Dekarbonisierung. Im Weiteren bestätigt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation von FDP-Ständerat Raphaël Comte, dass sich mit klimaverträglichen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen lassen und dass der Markt schon heute klimafreundliche Anlageprodukte anbietet, mit denen sich in gängigen Finanzanlagen gebundene Emissionen um 10 bis 90 Prozent verringern liessen.
Die Machbarkeit einer Klimastrategie mit Portfolio-Dekarbonisierung beweisen die zwei aktuell führenden Pensionskassen PKZH der Stadt Zürich und LUPK des Kantons Luzern. Die PKZH will ihre Risiken zum Klimawandel berücksichtigen und u. a. den CO2-Fussabdruck des Aktienvermögens bis 2024 «gegenüber dem Stand des Weltaktienindexes MSCI All Countries World Index IMI (2016) um 50 Prozent reduzieren». Die LUPK hat ihre Aktien- und Obligationenanlagen bereits umgeschichtet: sie weisen heute schon eine um 30 % geringere CO2-Intensität auf als die massgebenden Welt-Referenzbenchmarks. Fachartikel belegen, dass auch mittleren und kleineren Pensionskassen, die passiv investieren, Möglichkeiten für nachhaltiges Investieren offenstehen. Geeignete passiv-regelbasierte Ansätze existieren bereits. Nachhaltigkeitsansätze wirken sich mehrheitlich positiv auf die Rendite aus. Zur finanziellen Risikoverminderung erzielt dabei die Elimination der Titel der Kohleproduzenten wie auch der Erdöl- und Erdgasproduzenten die grösste Wirkung. Andererseits rufen Fondsanbieter und Vermögensverwalter dazu auf, die sich bietenden Klimachancen wahrzunehmen und das zunehmend bessere Angebot an klimafreundlichen Anlagestrategien und Vehikeln zu nutzen. Die UBS meint, dass gerade bei Aktien ESG-Faktoren (Environmental, Social, Governance) zu einem überlegenen Ertrag führen können. Der Vermögensverwalter Forma Futura zeigt in der Praxis, wie das geht.
Die PKSL berücksichtigt in ihrem Anlagereglement die Klimarisiken, wobei «diese insbesondere durch das Führen eines Investorendialoges vermindert werden sollen». Doch die Beschränkung des Umgangs mit den Klimarisiken auf Aktivitäten ausserhalb von Dekarbonisierungsmassnahmen auf Portfolioebene steht im Widerspruch zu den Erfordernissen des Risikomanagements zur Sicherung der zukünftigen Renten. Gemäss Geschäftsbericht 2018 hat die PKSL das Mandat «Aktien Ausland» des Typs «nachhaltig (aktiv)» an Safra Sarasin vergeben. Weil «Aktien Ausland» besonders CO2-intensiv sind, hat dies im Prinzip Potenzial, die CO2-Intensität des Portfolios zu senken. Ob dies der Fall ist, ist allerdings noch nachzuweisen.
Der Stadtrat steht als finanzierender Arbeitgeber in der Verantwortung, bei der Vorsorgeeinrichtung wirksame Massnahmen zur Sicherung der zukünftigen Renten zu erwirken. Er wird somit vor diesem Hintergrund eingeladen, folgende Anforderungen in die Pensionskommission der PKSL einzubringen:
Erstunterzeicher:in
Ersteinreichung
Einreichungskanton
Einreichegemeinde
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