Wahlbeteiligung verbessern

Der Stadtrat wird gebeten, eine Studie zu den Ursachen der tiefen Wahlbeteiligung in Dietikon durchzuführen. Sie soll insbesondere die grosse Diskrepanz zwischen der Beteiligung an den Wahlen und den gleichzeitig stattfindenden Abstimmungen untersuchen. Eine Zusammenarbeit mit vergleichbaren Städten würde sich anbieten.

Begründung:

Bei den letzten Gesamterneuerungswahlen von Gemeinde- und Stadtrat erreichten uns zuerst Rückmeldungen aus dem Stadthaus, dass die Beteiligung dieses Jahr erfreulich hoch sei. Bei Publizierung der Abstimmungsergebnisse zeigten sich vergleichsweise hohe Beteiligungszahlen von ca. 45% bei allen Vorlagen. Nach der Publikation der Wahlergebnisse erwies sich jedoch, dass die Beteiligung an den Wahlen deutlich tiefer lag als bei den Abstimmungen (von 30% bis 35%). Das bedeutet, dass fast ein Drittel der Stimmberechtigten, die sich zu den Abstimmungen äusserten, nicht an den Wahlen teilgenommen haben.

Über die Gründe für diese Diskrepanz kann man nur spekulieren: Ist es vielen Stimmberechtigten egal, wer in Dietikon politisch das Sagen hat, weil man den Einfluss der Lokalpolitik geringschätzt? Haben es die Parteien nicht geschafft, ihre Kandidierenden in Stellung zu bringen? Werden Wahlen grundsätzlich als zweitrangig betrachtet, weil Entscheidungen der politischen Behörden notfalls durch ein Referendum oder eine Initiative korrigiert werden können.

Stadt- und Gemeinderat werden in den nächsten Jahren viele Entscheidungen treffen, die Dietikon auf Jahre hinaus prägen werden. Sei es die Revision der Bau- und Zonenordnung, grosse Investitionen in den Schulraum oder die Entwicklung und Veränderung vieler Quartiere. Da macht es einen Unterschied, wer im Stadtrat sitzt und wie der Gemeinderat zusammengesetzt ist. Die Bevölkerung wird zwar in Abstimmungen zu Projekten befragt werden, der Handlungsspielraum liegt dort aber bei „Ja“ oder „Nein“. Die Details werden von den politischen Vertreter:innen verhandelt. Im Sinne einer lebendigen und aktiven Demokratie würde man es sich also wünschen, wenn diese Entscheidungen stärker demokratisch legitimiert wären.

Daher braucht es wirkungsvolle Instrumente, um die Teilhabe der Bevölkerung zu verstärken. Doch ohne eine gute Datengrundlage ist das Risiko gross, dass man Ressourcen an den falschen Orten einsetzt und effizientere, ja möglicherweise einfache Ansätze übersieht. In einem ersten Schritt ist es darum wichtig zu verstehen, woher diese grosse Diskrepanz stammt. Darum würde sich eine Studie zu diesem Thema anbieten.

Da dieses Muster – markant höhere Stimmbeteiligung bei Abstimmungen als bei Wahlen – nicht nur in Dietikon auftaucht, würde sich die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden anbieten. Ähnliche Zahlen weisen viele Parlamentsgemeinden in Zürich auf, so am 8. März zum Beispiel Adliswil (37% Wahlbeteiligung fürs Parlament, 57% bei den Abstimmungen), Bülach (32% / 51%), Illnau-Effretikon (41% / 58%), Opfikon (27% / 42%), Schlieren (33% / 45%) und auch

die grossen Städte wie Winterthur (44% / 60%) und Zürich (50% / 62%).

Ähnlich lautende Postulate werden zurzeit in folgenden Städten eingereicht: [Liste der Städte].

Erstunterzeicher:in

Silvan Fischbacher

Ersteinreichung

20. März 2026

Einreichungskanton

Zürich

Einreichegemeinde

Dietikon
Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed

Secret Link

Newsletter abonnieren

Du hast Fragen zur Mitgliedschaft oder dem Mitgliedschaftsformular? Wir helfen gerne.

Häufige Fragen

Am einfachsten, indem Du online das Beitrittsformular nebenan ausfüllst.

Du kannst selbst entscheiden, welches Engagement für Dich am besten passt.

  • Wenn Du wenig Zeit hast, ist es absolut in Ordnung, wenn Dein Engagement sich vor allem darauf beschränkt, Deinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Auch das hilft uns sehr, um die Schweiz und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
  • Die Sektion, bei welcher Du Mitglied bist, wird Dich eventuell hin und wieder anfragen, ob Du Zeit hättest, bei einer Standaktion, einer Unterschriftensammlung oder einer Telefonaktion mitzumachen. Falls Dir das zusagt, sind wir sehr froh darüber – aber es ist natürlich völlig freiwillig.
  • Die meisten Sektionen führen regelmässig Mitgliederversammlungen durch, um die aktuellsten politischen Themen und Aktivitäten zu besprechen. Die Teilnahme daran ist natürlich ebenfalls völlig freiwillig. Aber es kann ein guter Ort sein, um neue Leute kennenzulernen.
  • Falls Dich ein Themengebiet besonders bewegt, kannst Du Dich in einer Themenkommission der SP Schweiz oder Deiner Kantonalpartei engagieren, oder in einer der Unterorganisationen wie den SP Frauen, den SP Migrant:innen, der SP 60+ oder der SP queer.
  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

In einigen Kantonen wird zusätzlich ein Solidaritätsbeitrag erhoben.

Für mehr Informationen kannst Du Dich an die SP an Deinem Wohnort oder in Deinem Kanton wenden.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
Du kannst Dein Wissen und Können auch innerhalb der Partei einbringen. Die SP sucht immer Leute, die sich in der Parteiorganisation engagieren (Gemeinde, Bezirk, Kanton, Themenkommissionen).

Melde Dein Interesse bei den Verantwortlichen Deiner Ortssektion an. Die Sektion nominiert SP-Kandidierende für öffentliche Ämter, sei dies für den Gemeinderat oder die lokalen Schul-, Sozial- oder Finanzbehörden. Die Ortssektion bildet oft auch für Ämter auf übergeordneter Ebene (Kantons- oder Grossrat) den Ausgangspunkt des parteiinternen Nominationsprozesses.

Abgesehen von der Zahlung des jährlichen Mitgliederbeitrags gehst Du keine Verpflichtungen ein. Voraussetzung für den Beitritt ist eine inhaltliche Nähe. Dies bedingt jedoch nicht, dass Du in allen Fragen mit der SP gleicher Meinung sein musst.

Die Statuten der SP Schweiz verbieten die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Schweizer Parteien.
Doppelbürger:innen können Mitglied der SP Schweiz und Mitglied einer ausländischen Schwesterpartei sein, beispielsweise der deutschen SPD oder des italienischen Partito Democratico. Die Mitgliedschaft bei der SP Schweiz ist für Angehörige von Schwesterparteien gratis, sofern sie belegen können, dass sie in ihrem Heimatland Mitgliederbeiträge an eine Sozialdemokratische Partei entrichten.

Ja. Auch im Ausland kannst du dich als Mitglied der SP Schweiz in die Politik einbringen. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Ausland hast, wirst du automatisch Mitglied der SP International.

Für JUSO-Mitglieder besteht bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen SP-Mitgliedschaft. Ein entsprechender Antrag kann per Mail an [email protected] gestellt werden.

Das bietet Dir die SP

Was Du von der SP erwarten darfst.

Du bist nah dran an der Politik: Wir schicken Dir unsere Aufrufe, Newsletter sowie sechs Mal jährlich unser Mitgliedermagazin “links”. Du kannst Dich mit Gleichgesinnten vernetzen.

Du kannst von andern lernen und Dich mit Deinem Wissen und Können auf verschiedenen Ebenen in der Partei einbringen.
Gemeinsam schaffen wir eine bessere Zukunft!

Keine Demokratie ohne Bildung. Wir bieten Dir Webinare und Seminare zu Hintergrundwissen und aktuellen politischen Themen.