Kochen fürs Klima: Dörrbohnen, die unterschätzten Klimafreunde

Julia Lerch, Bistro Zebra Zürich
Mit Leichtigkeit und guten Ideen zu einem wunderbaren und klimafreundlichen Gericht: Köchin Julia Lerch vom Bistro Zebra in Zürich macht’s vor. 

Pia Wildberger

Im Bistro Zebra neben der Zürcher Bäckeranlage weht seit Anfang Jahr ein neuer Wind. Das junge Team bietet einfache Spezialitäten aus der französischen Küche an. Mittendrin: Julia Lerch, die nach der Kochlehre an einigen Stationen Halt machte. So kochte sie beispielsweise eine Saison lang bei Rebecca Clopaths Esswahrnehmungen im bündnerischen Lohn oder stand in Bangkok in fremden Küchen, um möglichst tief in die thailändische Gastronomie einzutauchen. Mit Leidenschaft und Neugier setzt sich die 28-Jährige mit Lebensmitteln und deren Hintergrund, Anbau und Verarbeitung auseinander – ob es nun die Baumnüsse aus dem elterlichen Garten sind, die im Bohnensalat verwendet werden (siehe Rezept), oder Kräuter, die auch mal aus dem Wald stammen.

Professionell Essen retten

Was macht ein Gericht klimafreundlich? Neben saisonalen und regionalen Zutaten legt das SP-Mitglied grossen Wert auf soziale Aspekte. «Nicht alle können sich frische Lebensmittel vom Wochenmarkt leisten.» Gleichzeitig landet immer noch ein Drittel aller Lebensmittel im Abfall. Auch wenn das Datum abgelaufen ist, sind die Esswaren meistens noch gut. So stammen die makellosen Tomaten im Bohnensalat beispielsweise vom Zürcher «Food-Save-Markt», wo überschüssiges Gemüse vor dem Container gerettet und günstig verkauft wird. Selbst hilft sie beim Projekt «Foodsharing» mit, indem sie immer wieder kiloweise Brot rettet und weiterverteilt.

Für Julia Lerch ist klar: Food Waste liesse sich am ehesten vermeiden, wenn Restaurants keine feste Menükarte hätten, sondern gekocht würde, was der Bauer oder die Bäuerin gerade im Angebot hat. «Alles andere führt zwangsläufig zu viel Abfall.»

Gesunder Boden, gesundes Essen

Julia Lerch tischt den Dörrbohnensalat nicht nur auf, «weil es eines meiner Lieblingsessen ist». Bohnen, Linsen und Kichererbsen sind echte Klimafreund:innen: Die Hülsenfrüchte benötigen im Anbau kaum Dünger, im Gegenteil. Sie produzieren selbst Stickstoff und geben diesen an andere Pflanzen ab. Mit Hülsenfrüchten beginnt der Klimaschutz im gesunden Boden.

Und wie schmecken die unterschätzten Klimafreunde? Im Rezept von Julia Lerch sind sie ganz einfach wunderbar – zum Nachkochen wärmstens empfohlen. En Guete!

Essen ist politisch!

Unsere Ernährungsweise ist für rund ein Drittel der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Für den Fleisch konsum wird Regenwald abgeholzt und Soja angebaut, das als Kraftfutter für Tiere dient. Ein Teil der Ernte landet zudem im Abfall. Am meisten Food Waste fällt in Privathaushalten an. Doch dagegen lässt sich etwas tun. Renommierte Köchinnen und Köche stellen in dieser Serie eines ihrer nachhaltigen Lieblingsrezepte vor.

Dörrbohnensalat mit Tomaten

Zutaten für 4 Personen

  • 100 g Schweizer Dörrbohnen
  • 1 Zwiebel, fein geschnitten
  • 1 Lauch, gewaschen, fein geschnitten
  • 100 g Schweizer Baumnüsse, geröstet
  • 300 g frische Kirschtomaten oder getrocknete Tomaten, vorher eingeweicht und in feine Streifen geschnitten
  • Rapsöl aus der Schweiz, kaltgepresst
  • 4 El Apfelbalsam oder Apfelessig 
  • Thymian, saisonale, frische Kräuter
  • Salz

Zubereitung

1.       Die Dörrbohnen in kaltem Wasser ansetzen und leicht salzen. 20 – 25 Minuten kochen, bis die Bohnen weich sind, jedoch noch einen leichten Biss haben. Die Bohnen direkt in kaltes Wasser geben, um sie abzukühlen. Anschliessend abtropfen lassen.

2.       Geschnittene Zwiebeln und Lauch im Rapsöl andünsten und leicht salzen, anschliessend direkt zu den Bohnen geben.

3.       Kirschtomaten je nach Reife roh zu den Bohnen geben oder sie vorher mit etwas Öl, Salz und Thymian im Backofen bei 200°C für 20 Minuten zugedeckt schmoren, damit der Geschmack und die Süsse etwas hervorgehoben werden. • Den Apfelbalsam zu den Bohnen geben, salzen.

4.       Den Salat mindestens 4 Stunden lang zugedeckt ziehen lassen.

5.       Vor dem Servieren nochmals gut mischen, eventuell nachsalzen und anschliessend mit den gerösteten Baumnüssen und den frischen Kräutern garnieren.

Bei Zimmertemperatur servieren.

Beitrag teilen:

Facebook
Twitter
LinkedIn
Animation laden...Animation laden...Animation laden...

Newsfeed

Secret Link

Newsletter abonnieren

Du hast Fragen zur Mitgliedschaft oder dem Mitgliedschaftsformular? Wir helfen gerne.

Häufige Fragen

Am einfachsten, indem Du online das Beitrittsformular nebenan ausfüllst.

Du kannst selbst entscheiden, welches Engagement für Dich am besten passt.

  • Wenn Du wenig Zeit hast, ist es absolut in Ordnung, wenn Dein Engagement sich vor allem darauf beschränkt, Deinen Mitgliederbeitrag zu bezahlen. Auch das hilft uns sehr, um die Schweiz und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
  • Die Sektion, bei welcher Du Mitglied bist, wird Dich eventuell hin und wieder anfragen, ob Du Zeit hättest, bei einer Standaktion, einer Unterschriftensammlung oder einer Telefonaktion mitzumachen. Falls Dir das zusagt, sind wir sehr froh darüber – aber es ist natürlich völlig freiwillig.
  • Die meisten Sektionen führen regelmässig Mitgliederversammlungen durch, um die aktuellsten politischen Themen und Aktivitäten zu besprechen. Die Teilnahme daran ist natürlich ebenfalls völlig freiwillig. Aber es kann ein guter Ort sein, um neue Leute kennenzulernen.
  • Falls Dich ein Themengebiet besonders bewegt, kannst Du Dich in einer Themenkommission der SP Schweiz oder Deiner Kantonalpartei engagieren, oder in einer der Unterorganisationen wie den SP Frauen, den SP Migrant:innen, der SP 60+ oder der SP queer.
  • Häufig gibt es auch die Möglichkeit, ein partei-internes Amt, z.B. im Vorstand Deiner Sektion zu übernehmen.
  • Falls Du das möchtest, kannst Du mit Deiner Sektion auch Kontakt aufnehmen, um über eine Kandidatur für eine öffentliches Amt zu sprechen, z.B. in der Schulpflege Deines Wohnortes.

Um unsere Werte verteidigen zu können, braucht es finanzielle Mittel. Die SP ist eine Mitgliederpartei und schöpft ihre Stärke aus dem Engagement ihrer Mitglieder.
Die Mitgliederbeiträge werden von den Kantonalparteien und den Sektionen unterschiedlich festgelegt und sind abhängig von Deinem steuerbaren Einkommen. Wir folgen unseren eigenen politischen Forderungen: Wer wenig verdient, bezahlt wenig, und wer viel verdient, beteiligt sich mehr an den Kosten von Partei und Politik.
In der Regel fallen jährlich je nach Einkommen Kosten zwischen circa 80 und einigen Hundert Franken an. Die Mitgliederbeiträge werden jährlich erhoben.

In einigen Kantonen wird zusätzlich ein Solidaritätsbeitrag erhoben.

Für mehr Informationen kannst Du Dich an die SP an Deinem Wohnort oder in Deinem Kanton wenden.

Ja, selbstverständlich! Du kannst der SP beitreten, ohne den Schweizer Pass zu haben. Denn alle Menschen, die in der Schweiz leben, sollen in der Politik mitdiskutieren können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, Dich einzubringen. Wenn Du an Deinem Wohnort aktiv werden möchtest, wendest Du Dich am besten an die Sektion Deiner Gemeinde oder Deines Quartiers. Diese ist auch die richtige Anlaufstelle für den Einsatz in einem öffentlichen Amt (Gemeinderat, Schulpflege, Sozialbehörde…).
Du kannst Dein Wissen und Können auch innerhalb der Partei einbringen. Die SP sucht immer Leute, die sich in der Parteiorganisation engagieren (Gemeinde, Bezirk, Kanton, Themenkommissionen).

Melde Dein Interesse bei den Verantwortlichen Deiner Ortssektion an. Die Sektion nominiert SP-Kandidierende für öffentliche Ämter, sei dies für den Gemeinderat oder die lokalen Schul-, Sozial- oder Finanzbehörden. Die Ortssektion bildet oft auch für Ämter auf übergeordneter Ebene (Kantons- oder Grossrat) den Ausgangspunkt des parteiinternen Nominationsprozesses.

Abgesehen von der Zahlung des jährlichen Mitgliederbeitrags gehst Du keine Verpflichtungen ein. Voraussetzung für den Beitritt ist eine inhaltliche Nähe. Dies bedingt jedoch nicht, dass Du in allen Fragen mit der SP gleicher Meinung sein musst.

Die Statuten der SP Schweiz verbieten die gleichzeitige Mitgliedschaft in mehreren Schweizer Parteien.
Doppelbürger:innen können Mitglied der SP Schweiz und Mitglied einer ausländischen Schwesterpartei sein, beispielsweise der deutschen SPD oder des italienischen Partito Democratico. Die Mitgliedschaft bei der SP Schweiz ist für Angehörige von Schwesterparteien gratis, sofern sie belegen können, dass sie in ihrem Heimatland Mitgliederbeiträge an eine Sozialdemokratische Partei entrichten.

Ja. Auch im Ausland kannst du dich als Mitglied der SP Schweiz in die Politik einbringen. Wenn Du Deinen Wohnsitz im Ausland hast, wirst du automatisch Mitglied der SP International.

Für JUSO-Mitglieder besteht bis zum Alter von 26 Jahren die Möglichkeit einer kostenlosen SP-Mitgliedschaft. Ein entsprechender Antrag kann per Mail an [email protected] gestellt werden.

Das bietet Dir die SP

Was Du von der SP erwarten darfst.

Du bist nah dran an der Politik: Wir schicken Dir unsere Aufrufe, Newsletter sowie sechs Mal jährlich unser Mitgliedermagazin “links”. Du kannst Dich mit Gleichgesinnten vernetzen.

Du kannst von andern lernen und Dich mit Deinem Wissen und Können auf verschiedenen Ebenen in der Partei einbringen.
Gemeinsam schaffen wir eine bessere Zukunft!

Keine Demokratie ohne Bildung. Wir bieten Dir Webinare und Seminare zu Hintergrundwissen und aktuellen politischen Themen.