Die Schweiz braucht für Ausbildung und die meisten Luftpolizei-Einsätze kein Luxus-Hochleistungs-Kampfflugzeug. Mit der Anschaffung eines leichten Kampfflugzeuges kann die Nutzungsdauer des F/A-18 Hornet deutlich verlängert und viel Geld gespart werden.

Ein Kampfflugzeug wie der Leonardo M-346 FA hat vier Mal geringere Kosten bei der Anschaffung und sechs Mal geringere Kosten beim Betrieb als ein Hochleistungs-Kampfflugzeug. Und der M-346 FA kann zahlreiche Funktionen übernehmen, die nach Ausscheiden der F-5 Tiger allein der FA-18 Hornet schultern müsste. So kann sehr viel Geld, sehr viel CO2 und sehr viel Lärm gespart und die Nutzungsdauer des FA-18 sehr wesentlich verlängert werden.

Doppelte Sicherheit gibt es zum halben Preis

Im alternativen Konzept der SP steht die Hauptlast der Luftraumsicherheit auf vier Säulen: leichtes Kampfflugzeug, besserer Radar, besseres Führungssystem und bessere bodengestützte Abwehr. Deren Verfügbarkeit ist weit höher als von Höchstleistungs-Kampfflugzeugen, die für den sehr aufwändigen Unterhalt meist im Hangar stehen. Für den Luftpolizeidienst reicht in fast allen Szenarien ein leichtes Kampfflugzeug. Dieses ist ein Vielfaches kostengünstiger. Damit werden die vorhandenen F/A-18 Hornet geschont und deren Nutzungsdauer weit in die 2030er Jahre verlängert. Sie bleiben für robustere Szenarien verfügbar. Dies spart für Beschaffung und Betrieb viel Geld, schont die Umwelt und das Klima und macht weniger Lärm. Air2030plus erfordert Investitionen von höchstens vier Milliarden statt acht, die das VBS fordert. Und die Sicherheit ist viel höher: Doppelte Sicherheit zum halben Preis.

Studie Air2030plus des US-Think-Tank ACAMAR

Die im Auftrag der SP Fraktion erstellte Studie zeigt: Die Schweiz ist durch die Realität militärischer Kampfführung dazu gezwungen, die bisherigen «Pläne für ihre Luftverteidigung grundlegend umzustrukturieren und zu überdenken». Sie bietet hochaktuelle Entscheidhilfen für ein modernes, alternatives Konzept zum Schutz des Schweizer Luftraums.

02. Nov 2019